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Ausbau Anbindung an DB-Strecke Kompletter Streckenverlauf

Wir befördern Sie zwischen Kaarst und Wuppertal

GEPLANTE BAUMASSNAHMEN

Bereits kurz nach Betriebsaufnahme der Regiobahn S28 am 26.09.1999 wurde der Ruf nach einer Verlängerung in Richtung Wuppertal immer lauter. Diskutiert wurden anfänglich zwei mögliche Varianten, wobei man sich aus Gründen einer Erweiterung der Abbaugebiete der Kalkwerke und der evtl. späteren Anbindung von Wülfrath an den SPNV (Shuttle Wülfrath – HP Hahnenfurth- Düssel) für die sogenannte Nordvariante entschieden hat.

Im Januar 2006 hat die Regiobahn das Planfeststellungsverfahren für die Verlängerung eingeleitet und erhielt seitens der Bezirksregierung Düsseldorf am 19.08.2009 den entsprechenden Planfeststellungsbeschluss. Nach vier weiteren Jahren, in denen mögliche Betriebs- und Finanzierungskonzepte geplant, diskutiert und letztendlich verabschiedet wurden, hat die VRR AÖR der Regiobahn am 19.12.2013 einen Zuwendungsbescheid nach §13 ÖPNVG NRW (Investitionmaßnahmen im besonderen Landesinteresse) erteilt.

WER IST DIE REGIOBAHN?

1992 wurde die Regionale Bahngesellschaft Kaarst-Neuss-Düsseldorf-Erkrath-Mettmann mbH (REGIOBAHN) mit dem Ziel der Übernahme der Streckeninfrastruktur von der Deutschen Bahn AG und Aufrechterhaltung der Verkehre auf dem Abschnitt Düsseldorf – Mettmann sowie Kaarst – Neuss gegründet. 1999 wurde dann der durchgängige Verkehr aufgenommen.

Insgesamt hat die Strecke der S 28, ofzielle Bezeichnung der Regiobahn im VRR, eine Länge von 34 km, wobei davon nur rund 18 km zum Eigentum der Regiobahn GmbH gehören. Der Rest gehört zum Infrastrukturbereich der DB.
Eine attraktive Infrastruktur, behindertengerechte Einstiege, optimal abgestimmte Fahrpläne zwischen der Regiobahn und den örtlichen Buslinien, zahlreiche kostenlose Parkplätze, kurze überdachte Zugangswege und abschließbare Fahrradboxen für Radfahrer – das alles macht die Qualität und den hohen Freizeitwert der Regiobahn aus. Stellen Sie uns auf die Probe!

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WIE WIRD GEBAUT?

Die Verlängerung von Mettmann-Stadtwald bis nach Wuppertal erfolgt beim Bau ohne Beeinflussung des Personenverkehrs. Auch der Individualverkehr ist durch diese Maßnahme nur in sehr geringem Umfang im Kreuzungsbereich der B7n / L422 betroffen. Die Straßenüberführung wird im Abstand von ca. 50 m zur heutigen Straße errichtet, so dass es nur zu Beeinträchtigungen während der Umlegung der Straße kommt.
Bei der Elektrizierung und dem 2-gleisigen Ausbau des Abschnitts Neuss – Kaarst wird es zu punktuellen Einschränkungen des Betriebs kommen. Um die Einschränkungen jedoch möglichst gering zu halten, werden auf dem Abschnitt von Düsseldorf nach Mettmann im Abschnitt Düsseldorf-Gerresheim – Erkrath Nord zusätzliche Weichen eingebaut, so dass während der Bauzeit ein 30-Minuten-Takt gewährleistet werden kann.
Die Oberleitungsmaste werden aufgrund der Topografie vom Gleis ausgebaut. Durch den 2-gleisigen Ausbau kann auf dem Westast das Bauwerk über den Nordkanal in 2 Baustufen errichtet werden, so dass auf einem Gleis bis auf kurze Unterbrechungen für die Anschwenkung der Gleise der Betrieb erfolgen kann.

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Ing.-Büro Dipl.-Ing.
H. Vössing GmbH
Hansastraße 7-13
47058 Duisburg
Tel.: 0203 300 84-0
www.voessing.de

Das Ingenieurbüro Vössing ist maßgeblich an aktuellen Schwerpunktprojekten der Infrastrukturentwicklung Nordrhein-Westfalens beteiligt und ist bei den Projekten der S28 als Generalplaner über alle Phasen sowie in der Überwachung der gesamten Bauausführung tätig. Mit bundesweit über 500 qualizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an derzeit 14 Standorten ist das Ingenieurbüro Vössing eines der führenden Unternehmen auf den Gebieten Beratung, Projektmanagement, Planung und Bau- überwachung.

Die Expertise beruht auf Infrastruktur- und Mobilitätsprojekten jeder Größenordnung und erstreckt sich über den gesamten Planungs- sowie Managementprozess bis hin zur Realisierung, Übergabe und Inbetriebnahme.

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ELEKTRIFIZIERUNG DER S28

Die S28 wird heute mit Dieseltriebwagen bedient. Zur Effizienzsteigerung und zur Umweltschonung soll das komplette Streckennetz auf einen elektrischen Betrieb umgerüstet werden. Hierfür ist entlang des gesamten Streckennetzes der Bau von Oberleitungsmasten sowie Anpassungen der bahnbetrieblichen Anlagen erforderlich. Die Fahrzeuge werden zentral vom Verkehrsverbund Rhein- Ruhr (VRR) bestellt. Die ersten neuen S-Bahnen vom Typ Flirt werden vom Fahrzeugbauer Stadler ab dem Jahr 2019 ausgeliefert. Die neuen Fahrzeuge haben eine Einstiegshöhe von 76 cm über Schienenoberkante, so dass die Bahnsteighöhen an allen Stationen durch Anhebung der Gleislage bzw. Absenkung der Bahnsteige angepasst werden müssen.


KENNZAHLEN:
Länge des Abschnitts: 23,2 km
Bauzeit: 2017-2019
Investitionsvolumen: 50,0 Mio. €

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2-GLEISIGER AUSBAU NEUSS – KAARST

Im Abschnitt IKEA Kaarst ist die Strecke bereits 2-gleisig ausgebaut. Die Züge der S28 begegnen sich, im Fachbegriff „kreuzen“, hier stehend am Bahnsteig.
Zur Steigerung der Pünktlichkeit der S28 soll der 2-gleisige Abschnitt Richtung Neuss verlängert werden, so dass sich die Züge zukünftig „fliegend kreuzen“ können. Das 2. Gleis wird durchgängig im Abstand von 4,00 m zum Bestandsgleis auf der nordöstlichen Seite errichtet.
Das größte Bauwerk in diesem Streckenabschnitt ist die Erneuerung der Eisenbahnüberführung über den Nordkanal. Während im Bestand die lichte Weite 7,50 m beträgt, vergrößert sich diese durch den Ausbau auf knapp 20 m. Zusätzlich ist der Bau einer 90 m langen Stützwand entlang des Nordkanals zur Abfangung der neuen Gleislage erforderlich.

KENNZAHLEN:
Länge des Abschnitts: 1,6 km
Entwurfsgeschwindigkeit: 80 km/h
Bauzeit: 2018-2019
Investitionsvolumen: 6,0 Mio. €
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2-GLEISIGER AUSBAU METTMANN-STADTWALD – DORNAP-HAHNENFURTH

Die Strecke 2423 verlief früher als 2-gleisige Strecke von Düsseldorf über Wuppertal, Hagen bis nach Dortmund. Der Streckenabschnitt Dornap-Hahnenfurth – Wuppertal-Wichlinghausen wurde in den 90er Jahren stillgelegt und die Strecke abgebaut. Heute verläuft hier ein Radweg, die sogenannte Nordbahntrasse. Auf dem Streckenabschnitt Mettmann-Stadtwald – Dornap-Hahnenfurth verkehrt derzeit nur noch Güterverkehr.
Im Zuge der Verlängerung der S28 bis nach Wuppertal wird der Streckenabschnitt komplett erneuert, Schienen und Schwellen ausgetauscht und die Entwässerung neu gebaut.
Ebenfalls müssen drei Eisenbahnüberführungen sowie der Durchlass der Düssel saniert werden.



KENNZAHLEN:
Länge des Abschnitts: 4,7 km
Entwurfsgeschwindigkeit: 100 km/h
Bauzeit: 2014-2017
Investitionsvolumen: 9,0 Mio. €
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2-GLEISIGER NEUBAU DORNAP-HAHNENFURTH –ABZWEIG DORNAP

Ab Dornap-Hahnenfurth wird ein komplett neuer Streckenabschnitt errichtet. Dieser verläuft parallel zur Bundesstraße 7 und mündet südöstlich des Büroparks Dornap in die Strecke der S9 (Wuppertal – Essen – Bottrop).
Die Herausforderung bei dem Streckenabschnitt ist die Überwindung des Höhenunterschieds von 22 m. Da auf dem Streckenabschnitt jedoch nur S-Bahn-Betrieb vorgesehen ist, konnte die Streckenneigung deutlich steiler geplant werden, so dass der Höhenunterschied auf kurzer Strecke erfolgen konnte. Der Eingriff in die Halde Hahnenfurth konnte so gering gehalten werden.
Die Strecke wird auf dem ersten Kilometer 2-gleisig ausgebaut, danach ist fahrplantechnisch ein 1-gleisiger Abschnitt ausreichend.
Eine Straßenüberführung für die L422 muss errichtet werden, zu- dem ein 200 m langes Stützbauwerk entlang der B7.

KENNZAHLEN:
Länge des Abschnitts: 1,9 km
Entwurfsgeschwindigkeit: 80 km/h
Bauzeit: 2016-2017
Investitionsvolumen: 17,0 Mio. €
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NEUBAU VERKNÜPFUNGSPUNKT BUS/BAHN AM HALTEPUNKT HAHNENFURTH-DÜSSEL

Westlich des Kreuzungsbereichs der B7n mit der L422 wird der Haltepunkt Hahnenfurth-Düssel errichtet.
Der 85 m lange Bahnsteig wird so ausgebildet, dass ein barrierefreier Einstieg in die Züge der S28 möglich ist. Ein Teil des Bahnsteigs wird überdacht und bietet mit seitlichen Glaswänden guten Schutz vor Wind und Nässe. Der Bahnsteigbereich ist von der B7 einsehbar, so dass eine soziale Kontrolle gegeben ist.
Unmittelbar am Zugang zum Bahnsteig halten zukünftig die Busse der örtlichen Verkehrsbetriebe. Auf kurzem Wege und ohne Querung von Straßenanlagen ist der Umstieg Bus - Bahn möglich.
Für den Individualverkehr stehen mit 78 Stellplätzen ausreichend Parkmöglichkeiten zur Verfügung. Ebenso sind 2 Behindertenstellplätze vorgesehen.

KENNZAHLEN:
Anzahl Bushaltestellen: 4 Stück
Anzahl Stellplätze: 78 Stück
Bauzeit: 2017
Investitionsvolumen: 1,5 Mio. €